© Knappenverein Tecklenburger Land e.V. Alle Rechte vorbehalten. Aktivitäten

13.03.2016

Wiedereröffnung des Bergbaumuseums nach Sanierungsarbeiten

Rund 800 Bergbauinteressierte kamen zu diesem ‘Tag der offenen Tür’ ins Bergbaumuseum. Christian Israel und seine Museumsmannschaft verschafften den vielen Besuchern einen einzigartigen Einblick in die regionale Bergbaugeschichte.

Knappenverein sorgt wieder für das leibliche Wohl der Museumsgäste

Wie gewohnt, wurde von der Museumsgruppe unter der Leitung von Torsten Schmahl, sowie der Frauengruppe unter der Leitung von Monika Böhm ein üppiges Kuchenbuffet errichtet. 22 leckere Kuchen wurden zu diesem Event gebacken und angeboten. So konnten viele Besucher der süßen Versuchung nicht wiederstehen. An dieser Stelle möchten die Gruppenleiter sowie der Vorstand des Knappenvereins allen Helfern, die zum Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen haben, herzlich Danken!

13.05.2016

MdL Frank Sundermann besucht Knappenverein

Heimat im Tecklenburger Land - über dieses tiefe Gefühl der Zugehörigkeit sprach der Landtagsabgeordnete Frank Sundermann im Rahmen seiner “Heimat”-Tour durch das Tecklenburger Land mit dem Vorsitzenden des Knappenvereins Tecklenburger e.V. Harald Böhm und dem Leiter der Produktion der RAG Anthrazit Ibbenbüren GmbH Jürgen Beimdieck. Begleitet wurde Sundermann von der Leiterin seines Wahlkreisbüros Ulla Kropf. Bei der Zusammenkunft im Knappenheim informierte Böhm die Gäste zunächst über die vielen Aktivitäten der Vereinsmitglieder. “Der Erhalt und die Pflege von bergmännischen Traditionen sind Ziele unseres Vereins - auch über das Ende der Steinkohlenförderung hinaus”, erklärte Böhm. “Zusammenhalt, Kollegialität und Solidarität sind Werte, die untrennbar mit dem Bergbau verknüpft sind. Sie haben uns Menschen hier im Tecklenburger Land geprägt und diese Region zu unserer Heimat werden lassen.” In Zeiten des Wandels, in denen neue Strukturen entwickelt werden müssen, gibt der Verein Beständigkeit. Sich begegnen, sich engagieren und Anlauf- stellen schaffen heißt, Möglichkeiten zu geben, sich zugehörig zu fühlen. Der Verein als Begegnungsstätte bedeutet für die Mitglieder, Menschen ein Stück Heimat zu geben, darin waren sich alle einig. Bei anschließendem Rundgang durch das Knappenheim zeigte sich Sundermann vom Flair des alten Gebäudes, insbesondere von der sehens- werten Fossiliensammlung, angetan. Thema war auch ein kurzer Ausblick in die Zukunft. Geplant ist die Zusammenführung aller bergmännischer Traditions- vereine dieser Region unter einem Dach. “Auch wenn der Altkreis Tecklenburg im Kreis Steinfurt aufgegangen ist, spielt das Tecklenburger Land für die Bevölkerung immer noch eine große Rolle”, stellte Sundermann fest: “Durch ihr Engagement bei der Gestaltung des Strukturwandels identifizieren sich die Menschen mit dieser Region. Dabei sind Vereine wie der Knappenverein Tecklenburger Land bedeutende Stützpfeiler.” Sundermann versprach deshalb auch, den Knappenverein auf seinem zukünfigen Weg zu unterstützen.

24. - 26.06.2016

4. Thüringer Bergmannstag in Ronneburg

Eine Abordnung der Präsentionsgruppe des Knappenvereins nahm am 4. Thüringer Bergmannstag in Ronneburg teil, der parallel zum 25-jährigen Firmenjubiläum der Wismut GmbH gefeiert wurde. Nachdem die lange Anreise mit dem Bus gemeistert und im Hotel in Gera Quartier bezogen wurde, ließen die Ibbenbürener Knappen /-frauen den Tag bei kühlen Getränken und leckerem Essen in fröhlicher Runde ausklingen. Am nächsten Tag stand eine Exkursion zu den industriellen Absetzanlagen des im Jahre 1990 eingestellten Uranerzbergbaus auf dem Plan. In der 1991 durch die Bundesregierung gegründete Wismut GmbH, die mit der Sanierung und Renaturisierung der alten Betriebsflächen beauftragt wurde, feierte in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen mit einem Tag der offenen Tür. Unter der sachkundigen Führung eines Mitarbeiters der Wismut GmbH befuhren die Kameraden /-innen unseres Knappenvereins die Anlagen am Standort Seelingstädt. Mit einer Gesamtfläche von 580 ha und 155 Mio. m³ sind es die größten Deponien, die zudem auch noch in dichtbesiedelten Regionen liegen und somit eine der größten Herausforderungen bei der Sanierung der radioaktiv und chemisch konterminierten Flächen darstellen. Ziel ist es, einen langfristig sicheren Zustand der Anlagen zu erreichen. Die Arbeiten sollen 2028 abgeschlossen sein. Ein Teil des ehemaligen, bereits renaturisierten Bergbau-Areals, in der sogenannten ‘Neuen Landschaft’, fand im Jahre 2007 die Bundesgartenschau statt und ist heute ein Erholungort für ganz Ostthüringen.  Nach dieser informativen Exkursion und einem kleinen Imbiss ging es zurück zum Hotel. Pünktlich zur Eröffnung des 4. Thüringer Bergmannstages auf dem Festzelt mitten in der ‘Neuen Landschaft’ gaben viele Bergbau-Tradionsvereine und Musikanten aus ganz Deutschland und sogar aus Tschechien ihr Stelldichein, so auch die Ibbenbürener Knappen. Ronneburgs Bürgermeisterin Leuthoff und Wismut-Geschäftsführer Türmer eröffneten das Fest und begrüßten hochrangige Politiker von Bund und Land. “Niemand hätte sich vor 25 Jahren träumen lassen, dass hier blühende Landschaften entstehen werden”, sagte Leuthoff und erinnerte an früher alltägliche Bilder von verschlammten Straßen und verschandelter Landschaft. Sie gratulierte der Wismut GmbH zur gelungenen Renaturierung der Fläche vor den Toren Ronneburgs. “Es gibt keinen besseren Ort als diesen, um zu erkennen, was für Arbeit hier geleistet worden ist”, so Wismut-Geschäftsführer Türmer und meinte damit die Sanierungsaufgaben, die jetzt bereits hinter dem Unternehmen liegen. Es sei jedoch noch sehr viel zu tun, um dem Ziel der Bundesregierung nachzukommen. Die musikalische Umrahmung dieses Abends wurde getragen durch das Vereinigte Südharzer Blasorchester sowie dem Chor des Steinkohlebergbau- vereins Zwickau. Der Bergmännische Zapfenstreich mit dem Landesmusik- korps bildete den feierlichen Abschluß dieser bergmännischen Veranstaltung. Zum anschließenden Feuerwerk kamen viele hunderte Besucher in die ‘Neue Landschaft’ und feierten bei Musik und Lasershow bis in die Nacht. Am darauf folgenden Vormittag trafen sich die Bergkameraden /-innen der teilnehmenden Bergbautradionsvereine in der Ronneburger Marienkirche zu einem ökumenischen Berggottesdienst. Der Nachmittag bildete den Höhepunkt des 4. Thüringer Bergmannstages: Die Bergparade! Nachdem alle Bergbautraditionsvereine an der Bogenbinder- halle Aufstellung genommen hatten, wurden sie durch den Schirmherrn dieses Bergmannstages, Ministerpräsident Bodo Ramelow, begrüßt und die Berg- parade eröffnet. Feierlich maschierte die Abordnung unseres Knappenvereins gemeinsam mit rund 1300 Bergleuten und mehrerer Musikkapellen, alle in ihren traditionellen Trachten, durch Ronneburg. Auf dem 3,5 km langen Marsch zur “Neuen Landschaft” waren die Straßen gesäumt von tausenden begeisterter Menschen, die den maschierenden Bergleuten zuwinkten, “Glückauf” riefen und Applaus klatschten. Den Ausklang dieses Bergmannstages konnte dann noch bei Bergmusik und Bergbier im Festzelt gefeiert werden. Mit tollen Eindrücken und gelebter bergmännischer Traditionen traten die Kameraden /-innen unseres Knappenvereins dann die lange Heimreise an.

15.07.2016

Bergleute zeigen Herz für Kinder

Kinder aus Weißrussland zu Gast beim Knappenverein

Auch heute noch leiden die Kinder aus Swensk, etwa 220 km nordöstlich von Tschernobyl gelegen, an der Nuklearkatastrophe von 1986. Die Initiative “Den Kindern von Tschernobyl” ermöglicht jedes Jahr diesen Kindern aus Weißrussland eine 4 wöchige Ferienerholung in Ibbenbüren und Umgebung. Der Knappenverein Tecklenburger Land konnte in diesem Jahr dazu beitragen, das Ferienprogramm der Initiative zu unterstützen. Dazu begrüßten Dr. Ulrich Dumstorff, Kurt Korf und Armin Riebe 37 Kinder aus der Region um Svensk mit ihren Betreuern, einigen Gasteltern sowie dem Leitungsteam der Initiative im hiesigen Bergbaumuseum. Hier gingen die Kinder auf Entdeckungstour in die Welt der Bergleute. Nach anfänglicher Zurückhaltung wurden die Fahrerstände der ausgestellten Großgeräte be- geistert erklommen. Beim Umgang mit dem Abbauhammer stellten einige ihr bergmännisches Geschick unter Beweis, während die ganz Mutigen den riesigen Dampfhaspel eigenständig in Betrieb setzten. Nach dieser schweren Arbeit hatten sich alle eine Stärkung verdient. Nach kurzem Marsch zum Knappenheim, sorgten Bernward Hövelmeyer, Torsten Schmahl und Hartwig Wacker mit Rostbratwurst und Limonade für das leibliche Wohl. Wie bereits im vergangenen Jahr, übernimmt der Knappenverein für die nächste Ferienfreizeit wieder eine Patenschaft für ein Kind aus Swensk. Der Leiter der Initiative, Reinhard Jansing, fand viele lobende Worte und überreichte als Dankeschön eine Patenschaftsurkunde an Harald Böhm. Zum Abschluß dieses tollen Nachmittages wartete eine ganz besondere Über- raschung auf die Ibbenbürener Knappen. Sehr zur Freude aller Anwesenden erklangen die ersten drei Strophen des Steigerliedes, gesungen vom “Jugenknappenchor Svensk” - natürlich mit russischem Akzent.

06.09.2016

Heimat ist etwas Besonderes

Feierlicher Vespergottesdienst im Heimathaus

Der Knappenverein Tecklenburger Land und der Heimatverein Ibbenbüren feierten mit Gläubigen und Interessierten einen ökumenischen Vesper- gottesdienst im Heimathaus. Unter dem Motto “Heimat ist etwas Besonderes”, gestalteten Pfarrer Paul Hagemann und Pfarrer Andreas Finke den Gottes- dienst. “Menschen brauchen Orte der Begegnung. Sich begegnen, sich engagieren, Anlaufstellen schaffen, heißt ein Stück Heimat zu geben”, betonte der Vorsitzende des Knappenvereins, Harald Böhm, in seinen Begrüßungs- worten. Mit dem Lied “Lobe den Herren”, musikalisch begleitet durch Horst Aron mit seinem Akkordeon, begann der feierliche Gottesdienst. Nach der liturgischen Eröffnung durch Pfarrer Hagemann sprach Harald Böhm das Einfahrtsgebet. “Heimat ist dort, wo du Verantwortung übernimmst. Heimat bedeutet auch, dankbar zu sein, dein Herz muss dran hängen”, beschrieb Pfarrer Finke sein Gefühl zur Heimat während der Predigt. Nach den Fürbitten und dem Vater- unser erteilten die beiden Geistlichen den Gläubigen den Segen. Bevor zum Abschluss des feierlichen Gottesdiestes gemeinsam das Steigerlied gesungen wurde, erklang das Signal zur Ausfahrt. “Miteinander Gottesdienst feiern und gemeinsam essen, verbindet die Menschen miteinander und mit Gott.” Mit diesen Worten lud der Vorsitzende des Heimatvereins, Georg Schröer, die Anwesenden ein, bei selbstgebackenem Brot und Grillwurst diesen herrlichen Sommerabend zu beschließen. Für den nächsten Vespergottesdienst wünschen wir uns wieder so viele aufgeschlossene Gäste, die netten Gespräche und das familiäre Flair des heutigen Tages, sind sich die Mitglieder der beiden Traditionsvereine sicher.

11.09.2016

44. Landeskirchschicht im Sauerland

Zu Gast beim Knappenverein “Glück Auf” Giershagen

Giershagen liegt am Ostrand des Sauerlandes. Der Bergbau hat mehr als 1000 Jahre das Leben des Dorfes geprägt. Das Ostsauerland war seit dem Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert eine Montanregion mit vielen Bergwerken, Hütten, Hämmern, Waldschmieden und Köhlereien. Deshalb wird die “Vergessene Montanregion” auch als “Ruhrgebiet des Mittelalters” bezeichnet. Im 18. und 19. Jahrhundert arbeiteten über 1300 Berg- und Hüttenleute in den Gruben und Hütten bei Giershagen. In diesem Jahr hatte der Landesverband der Berg- und Knappenvereine NRW die Ausrichtung der 44. Landeskirchschicht dem Knappenverein Giershagen übertragen. Bereits früh machte sich eine Abordnung unseres Vereins auf den 200 Kilo- meter langen Weg ins Sauerland. In der stilvoll bergmännisch dekorierten Schützenhalle wurden wir durch Mitglieder des ausrichtenden Vereins herzlich empfangen. Der Musikverein Giershagen sorgte bereits für musikalische Unterhaltung und brachte die zahlreichen Bergkameraden und Bergkamera- dinnen in Stimmung. Durch zwei stilecht hergerichtete Stollenmundlöcher begaben wir uns in das “Stollenrestaurant”. Mit dem traditionellen Sauer- länder Vesperteller oder einem herzhaften Pfeffer Pothast stärkten wir uns für den weiteren Verlauf der Veranstaltung. Nach der offiziellen Begrüßung durch den Vorsitzenden des Knappenvereins Giershagen, wurde auf dem nahegelegenen Sportplatz Aufstellung zum Kirchgang genommen. Gemeinsam mit etwa 500 Bergkameraden und Bergkameradinnen, sowie 6 musikkapellen zogen wir durch das alte Bergdorf zur Pfarrkirche. Der beeindruckende Gottesdienst und das emotional berührend gesungene Vaterunser wird vielen sicherlich in Erinnerung bleiben. Auf dem Kirchplatz erfolgte im Anschluss die Aufstellung zur großen Bergparade. Vorbei an hunderten Zuschauern, die applaudierten und uns mit Glückauf Rufen be- grüßten, marschierten wir zurück zur Schützenhalle. Dort angekommen wurden wir vom Schirmherr der 44. Landeskirchschicht, dem ehemaligen Minister Franz Müntefering, begrüßt. Gemeinsam mit dem Landesvorsitzenden Uwe Enstipp, überreichte der “Botschafter des Sauerlandes” persönlich die Fahnenschleifen an die Abordnungen der teilnehmenden Vereine. Ein gemütliches Beisammensein mit attraktivem Unterhaltungsprogramm ließen diese hervorragend organisierte Landeskirchschicht ausklingen. Mit der Gewissheit viele neue Freunde gefunden zu haben, verließen wir das Sauerland und erreichten am frühen Abend unsere Bergbaustadt.
Kamerad Hubert Richter bei der Übergabe der Fahnenschleife durch Minister a.D. Müntefering

12.11.2016

Mitgliederversammlung

Rückblick und Ausblick im Zeichen des Jahres 2016

Der Vorsitzende Harald Böhm begrüßte im Hause Antrup die zahlreich anwesenden Mitglieder, Vereinskamerad Jörg Buhren-Ortmann, Arbeitsdirektor der RAG Anthrazit GmbH sowie Helmut Kellinghaus, Altbürgermeister der Gemeinde Mettingen mit einem herzlichen Glückauf. In stillem Gedenken an die verstorbenen Bergkameraden, begann die Versammlung mit gebührendem Respekt. In seiner Begrüßungsrede erinnerte Böhm an das sich nähende Ende des Steinkohlenbergbaus auf dem Schafberg und munterte die Anwesenden auf, nicht in Endzeitstimmung zu verfallen. Denn nun gilt es, ein lebendiges Bild der Technik, Sitten und Gebräuche einer zu Ende gehenden Industrieepoche nachhaltig zu bewahren, aber auch neue Formen zum Erhalt des bergmän- nischen Erbes zu findes. Das der Knappenverein sich diesen Herausforderungen frühzeitig gestellt hat, konnte von Kamerad Beimdieck in seinen Ausführungen zur Kohlekonver- sion konkretisiert dargestellt werden. Es gibt viel zu tun, damit das Andenken an den Bergbau auch für nachfolgende Generationen sichtbar und erlebbar bleibt. Dazu bedarf es der Unterstützung vieler Menschen die nicht nur reden, sondern anpacken. Im Jahresrückblick ließ Böhm die Aktivitäten des einzelnen Arbeitsgruppen noch einmal Revue passieren und bedankte sich bei allen Beteiligten für ihre geleistete Arbeit. Anschließend gab der Schatzmeisten Dr. Ulrich Dumstorff einen ausführlichen Bericht zur Kassenlage des Vereins. Auch in diesem Jahr konnte das Geschäftsjahr mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen werden. Die korrekte Kassenführung wurde von den Kassen- prüfern Volker Krause und Werner Dirkes bestätigt und somit wurde dem Vorstand Entlastung erteilt. Danach wurden vom Vorsitzenden noch die Termine für das Jahr 2017 vorge- stellt. Besonders erwähnt wurde die Landeskirchschicht im Jahre 2018, die wieder in Ibbenbüren stattfinden wird. Böhm motivierte mit eindringlichen Worten die Anwesenden, aktiv am Vereinsleben teilzunehmen und auch anzupacken. Traditionell wurde der offizielle Teil mit Singen des Steigerliedes beendet. Anschließend wurde das Tscherpermahl gereicht. So fand auch diese Mitgliederversammlung in geselliger Runde einen schönen Ausklang.
Der amtierende Vorstand mit Vereinsfahne 2016